OER

Unter OER (Open Educational Ressources), werden grundsätzlich Bildungsmaterialien verstanden, die jedem Nutzer*nnen freizugänglich für eine eigene Verwendung sind, und dies aufgrund einer offener Lizenzierung. Die offene Lizenzierung erfolgt inzwischen meist durch Nutzung der Creative Common Lizenzen (Jedermannsrechte). Diese sind mehrstufig verwendbar und somit für verschiedene Freigabewünsche einsetzbar. Von einer einfachen, reinen Nutzung – ohne Freigabe für Veränderung – bishin zu einer Freigabe für jegliche individuelle Änderungswünsche des Nutzers.

Alle Lizenzstufen haben gemeinsam, dass die/der Autor*in immer genannt werden muss und er/sie immer Urheber*in bleibt.

In unserem Projekt CivicOER geht es in einem ersten niederschwelligen Schritt darum, dass Autor*innen die Freigabe ihrer selbsterstellten Materialien für eine “einfache” Nutzung durch andere zu ermöglichen. Und zwar ohne zu befürchten bei einer Verwendung etwas gegen das Urheberrecht getan zu haben und ohne die Autorin anfragen zu müssen.(Hinweis?: Nach Wiley(2014) befinden wir uns hiermit auf der Lizenzebene “RETAIN”: der einfachsten Stufe der Openness und dem Jedermannsrecht, und zwar Kopien eines Inhalts zu erstellen, zu besitzen und darüber zu bestimmen.)

Diese einfache Freigabe zur Nutzung von (Bildungs-)Material würde im Bildungsbereich bereits eine enorme Öffnung von und für Bildung, einem wunderbaren Austausch von Material unter Lehrer*innen, Dozierenden und (Bildungs-)Institutionen bewirken. Ganz im Sinne: das Rad nicht neu erfinden! Nutzen, was andere bereits erstellt haben! Sehen Sie einfach mal in Ihren Ordnern nach – wie viele wertvolle Texte, Bilder, Grafiken Sie finden, bei welchen Sie sich denken: gar nicht so schlecht – schade, dass es keine/r kennt und nutzt!

Wir gehen davon aus, dass nach diesem ersten Schritt der Nutzungsfreigabe und damit auch Nutzung von fremden OER, positive Erfahrungen gemacht werden können, die den zweiten Schritt ermöglichen.

Der nächste – von unserem Projekt angestrebte, doch für alle Autor*innen nicht dogmatisch zwingender Schritt –  ist dann eine Freigabe dahingehend, dass Autor*innen ihr Material zur Nutzung und zur Weiterentwicklung bereitstellen: somit können andere Personen das freigestellte Material für ihre Zwecke bearbeiten; z.B. kürzen, an den Kontext anpassen oder auch nur einzelne Bestandteile wie Grafiken, Tabellen in eigenes Material einbauen.

Es sei nochmals daruf hingewiesen: Selbstverständlich muss immer auf die ursprüngliche Quelle hingewiesen werden.

Dieser zweite Schritt kann dank der mehrstufigen Creativ Common Lizenzen unterschiedlich eingeschränkt bzw. erweitert werden (z.B. nur für nicht- kommerzielle Zwecke).

Was ist civicOER?

Was ist Service Learning?